Import: Bilder in den Editor holen

Die beschriebenen Neuerungen gelten ab Version 1.5. Welche Version für dich verfügbar ist, siehst du im App Store.

Vor dem Editor steht der Startbildschirm mit drei Wegen, ein Bild zu öffnen. Alle drei führen in denselben Editor — der Unterschied liegt nur darin, woher das Bild kommt.

Die drei Wege

Aktion Mechanismus
Aus Fotos wählen Öffnet die Fotomediathek (Bildauswahl)
RAW aus Dateien Öffnet die Dateien-App zur Auswahl einer Bild- oder RAW-Datei
Beispiel Lädt das mitgelieferte Beispielbild „Blick von der Zugspitze”

Im großen Öffnen-Feld steht der Format-Hinweis:

„JPEG · HEIF · Apple ProRAW · DNG und weitere von iOS unterstützte RAW-Formate”

Unterstützte Formate

Neben JPEG und HEIF erkennt der Import RAW-Material über zwei Wege: die Formatkennung von iOS selbst sowie, als Rückfalloption, die Dateiendung. Folgende Endungen werden zusätzlich zur Formatkennung erkannt:

dng · cr2 · cr3 · nef · nrw · arw · raf · rw2 · orf · pef

Apple ProRAW liefert die Fotomediathek dabei als DNG-Container aus — die App unterscheidet nicht gesondert zwischen „ProRAW” und „normalem DNG”, sondern verlässt sich auf die Formaterkennung von iOS.

RAW-Entwicklung und ältere Projekte

Bei neuen RAW-Importen bevorzugt die App auf iOS 27 den RAW-9-Decoder, sofern er für die Datei verfügbar ist. Falls dessen Ressourcen nicht bereitgestellt werden können, kann ein neuer Import mit dem bisherigen Decoder fortgesetzt werden; ein entsprechender Hinweis macht das sichtbar. Die tatsächlich verwendete Version steht in den Bildinformationen.

Gespeicherte Projekte behalten ihre Decoder-Version, damit ein erneutes Öffnen nicht stillschweigend zu einer anderen Entwicklung führt. Ist diese Version auf dem Gerät nicht verfügbar, meldet die App das, statt das Original mit einem anderen Decoder neu zu interpretieren.

JPEG und HEIF nutzen denselben Editor: Licht, Farbe, Kurve, Masken, Filter und Details stehen ebenfalls zur Verfügung. Details → Weichzeichnen braucht keine Tiefenkarte; für Tiefe kann die App auch bei JPEG/HEIF eine Karte lokal schätzen. Einige Tonwertregler haben bewusst engere Bereiche als bei RAW.

Was beim Import mitgelesen wird

  • Eingebettete Tiefendaten: Enthält das Foto eine aufgezeichnete Disparitäts- oder Tiefenkarte, liest der Import sie mit ein. Sie steht dann im Werkzeug Tiefe als Quelle „Aufgenommen” zur Verfügung.
  • Bit-Tiefe: Bei RAW-Material wird sie aus den RAW-Eigenschaften oder der Quelle ermittelt.

Qualitätshinweis für 8-Bit-Nicht-RAW-Quellen: JPEG- und HEIF-Dateien mit 8-Bit-Tiefe erhalten beim Import ein feines Dithering (±0,5 LSB je Kanal). Das reduziert das Risiko von Tonwertabrissen (Banding), wenn du diese Bilder später mit Kurve oder Belichtung stark dehnst — ein Grund mehr, wo möglich RAW zu importieren, weil dort mehr Reserve für dieselben Eingriffe vorhanden ist.

Fehlermeldungen

Meldung Ursache
„Das Bild konnte nicht gelesen werden.” Datei beschädigt oder nicht lesbar
„Dieses Bildformat wird auf diesem Gerät nicht unterstützt.” Format wird von iOS nicht dekodiert

Praxis-Tipps

  • Nutze „RAW aus Dateien”, wenn ein RAW-Bild aus einer anderen App oder Kamera kommt (z. B. per AirDrop oder aus der Dateien-App synchronisiert) — „Aus Fotos wählen” bezieht sich auf die Fotomediathek.
  • Enthält dein Foto eine aufgezeichnete Tiefenkarte, prüfe sie im Werkzeug Tiefe: Sie liefert oft eine präzisere Kante als die KI-Schätzung.
  • Fällt dir bei einem älteren JPEG Banding in glatten Flächen (z. B. Himmel) auf, nachdem du Belichtung oder Kurve stark verändert hast, ist das eine Grenze des 8-Bit-Ausgangsmaterials — das Dithering mildert es, hebt sie aber nicht auf.
  • Kein Bild zur Hand? Der Punkt „Beispiel” lädt sofort ein vollständiges RAW-Bild zum Üben (siehe Kapitel „Beispielbild”).

Alle Schritte laufen lokal auf deinem Gerät. Das Original bleibt unangetastet — exportiert wird eine neue Kopie.