Details: Schärfen, Rauschen reduzieren und Weichzeichnen
Das Werkzeug Details arbeitet auf der feinen Bildstruktur: Die ersten beiden Regler betonen Kanten und Textur. Zwei weitere reduzieren Bildrauschen; Weichzeichnen fügt bewusst Unschärfe hinzu.
Regler
| Regler | Bereich (RAW) | Bereich (JPEG/HEIF) | Standard | Wirkung |
|---|---|---|---|---|
| Schärfen | 0 … 100 % | 0 … 75 % | 0 % | betont feine Kanten |
| Struktur | 0 … 100 % | 0 … 75 % | 0 % | betont mittelgroße Texturen |
| Weichzeichnen | 0 … 100 % | 0 … 100 % | 0 % | fügt gleichmäßige Unschärfe hinzu, unabhängig von der Tiefenkarte |
| Luminanzrauschen reduzieren | 0 … 100 % | 0 … 100 % | 0 % | unterdrückt Helligkeitsrauschen |
| Farbrauschen reduzieren | 0 … 100 % | 0 … 100 % | 0 % | unterdrückt Farbrauschen |
Besonderheit: Rauschregler bleiben bei JPEG/HEIF unverengt
Rauschreduktion und Weichzeichnen laufen unabhängig vom Bildformat über den vollen Bereich 0 … 100 %. Schärfen und Struktur folgen dagegen dem üblichen Muster mit engerem Nicht-RAW-Fenster.
Bewusste Unschärfe ohne Tiefenkarte
Weichzeichnen funktioniert sowohl global als auch in einer Maske und benötigt weder Tiefendaten noch eine aktivierte Tiefenunschärfe. Lege etwa eine Pinsel- oder Radialmaske an, wähle Details → Weichzeichnen und dosiere den Effekt. Deckkraft und weicher Maskenrand bestimmen den Übergang zur Umgebung. Du kannst dies mit optischen Filtern kombinieren; es ersetzt nicht die tiefenabhängige Schärfentiefe im Werkzeug Tiefe. Bei 0 % ist es neutral.
Praxis-Tipps
- Setze Rauschunterdrückung vor Schärfen — sonst schärfst du das Rauschen mit, das du im nächsten Schritt wieder wegnehmen willst.
- Struktur wirkt großflächiger als Schärfen — für Textur in Stoff, Stein oder Laub oft die passendere Wahl, für feine Kanten (Augen, Wimpern) eher Schärfen.
- Da Luminanz- und Farbrauschen bei JPEG/HEIF nicht eingeschränkt sind, lohnt sich bei körnigem Nicht-RAW-Material ein Blick auf beide Regler, auch wenn Schärfen und Struktur dort schon an ihre engeren Grenzen stoßen.
- Kapitel 1 der Tutorial-Serie („Das Negativ lesen: Zonen statt Zufall”) legt die Grundlage für den Zusammenhang zwischen Belichtung und sichtbarem Rauschen, bevor du hier gezielt eingreifst.
